Auf der Suche nach der Doublebird-Ranch

Frozen Wings

Heute ist der 5. Januar 2009.

Frozen Wings ist autentisch und die Fortsetzung meiner Lebensgeschichte, und ich wünsche mir heute so sehr, dass diese Geschichte anders als die Geschichte "Bilanz" über mein bisheriges Leben, die sich noch auf meiner alten Homepage befindet, anders verlaufen wird, nämlich überwiegend glücklich und schön, dass die Träume, die Jürgen und ich im Moment haben, in Erfüllung gehen mögen und wir beide so in Frieden gemeinsam alt werden können.

Kapitel 1: Neuschnee

Als ich gestern abend mit meiner Mutter zu unseren beiden Pferden nach Boksee fuhr ... Jürgen schlief noch ein bißchen, denn er hat diese Woche wieder Nachtschicht ... fing es zum ersten Mal in diesem Winter in dicken Flocken an zu schneien und der Schnee blieb auch liegen.

Der Bauer, wo unsere Pferde Prima und Chiwa momentan leben, heißt Günter. Ich mag ihn sehr und es hat sicher nichts mit ihm oder seiner Familie zu tun, dass ich trotzdem den Wunsch hege, unsere Pferde wieder selbst hinterm Haus halten zu können. Die Pferde haben es dort sehr gut, es ist alles sauber und ordentlich und die Bauernfamilie ist genauso tierlieb wie wir. Es leben dort insgesamt 17 Pferde mit unseren zusammen.

Als Prima und Chiwa ihren Futtereimer aufaßen, kam Günter nochmal in den Stall. Überall hörte man das Schroten der Pferde. "Schaft nicht dabei ein", sagte er, "denn es ist immer so friedlich, wenn man die Pferde fressen hört." Ja, ich weiß, früher wenn ich Stress hatte, bin ich oft zu den Pferden raus, habe ihnen einfach beim Fressen zugehört, und ich fühlte dann wieder genug Frieden in mir, der mir die Kraft gab, alles zu erledigen, was zu tun war, um meine früher ja mal sehr große Familie über die Runden zu bringen.

Zum Abschied gab es noch ein paar Leckerlis und Streicheleinheiten und dann fuhr ich mit meiner Mutter sehr vorsichtig durch den Neuschnee zurück nach Hause, machte schnell das Mittagessen für Jürgen fertig, damit er selbst rechtzeitig zur Arbeit fahren konnte. Wenn er bei solchem Wetter mitten in der Nacht unterwegs ist, bin ich manchmal schon besorgt, denn der Streudienst in Schleswig-Holstein ist nicht immer das Gelbe vom Ei, schon gar nicht nachts.

Jürgen hatte heute nacht früher Feierabend als erwartet. Ich war gerade vom letzten Nachtgassi mit unseren Hunden Chérie und Boomer wieder drin, hatte mich ins Bett gelegt, als Boomer zu quietschen begann. Also stand ich nochmal auf und unterhielt mich ein Weilchen mit Jürgen, dem ich den Spitznamen Igeli gegeben habe, weil er so ein Morgenmuffel ist. Er erzählte von seiner Arbeit, was er meistens tut, um sich abzureagieren, wenn er nach Hause kommt. Danach spielte er noch ein Stündchen ein Computerspiel und ich ging schonmal schlafen, stellte den Wecker auf 12.00 Uhr mittags.

Heute früh wurde ich gegen 11.00 Uhr von alleine wach, denn die Sonne schien ganz hell in unser Schlafzimmer.

Ich setzte mich auf's Bett und schaute eine Weile aus dem Fenster. Obwohl ich draußen auf ein Armen-Ghetto schaute, die Welt sah heute früh weiß und sauber, strahlend hell und schön aus.

Ich dachte, ich habe so viel gelitten in den letzten Jahren, ich muss einfach versuchen, nach vorne zu sehen, mich an dem zu erfreuen, was ich heute habe, es ganz fest halten und mir einen Plan für eine schöne Zukunft zurecht legen.

Ich habe Jürgen und wir lieben uns und können einander verstehen, weil wir beide sehr tiefe Wunden davon getragen haben. Ich habe meine Mama, die mich braucht und die man nicht weniger als mich zutiefst verletzt hat, wir haben zwei wilde und schöne Pferde in Prima und Chiwa, Omas alte Blanka, unsere weiße Katze, den uralten Chinchilla-Bock Musi als letztes Andenken an meinen jüngsten Sohn und unsere beiden frechen Hunde Boomer und Chérie, die Jürgen immer liebevoll unsere Boomtown-Rats nennt, weil sie beide so freche kleine Hackenbeißer sind, die man nie auch nur einen Augenblick ohne Aufsicht lassen dürfte.

Ich dachte an ein Video, das ich mal für Jürgen gemacht habe, und zwar über eins seiner Lieblingslieder, The Spirit of the Hawk von Rednex. Als ich damals für dieses Video Fotos von Falken suchte, fand ich eins, wo ein kleiner Vogel auf dem Rücken eines großen Falken mitflog und ich schrieb ihm in das Video, dass ich mit ihm mitfliegen würde wohin er will wie der kleine Vogel dort mit dem Falken mitfliegt.

Und so kam mir die Idee, doch nochmal zu versuchen, ob wir irgendwo etwas ähnliches wie zuletzt in Nettelsee realisieren könnten oder gar etwas ähnliches für früher in Depenau .. eigene Pferde hinterm Haus oder auf einer Weide mit Offenstall in der Nähe einer schönen Wohnung auf dem Land .. weg hier, back to the roots, in die Natur, die Pferde in unserer Nähe.

Wenn sich das irgendwie machen lassen sollte, würde ich diesen Ort Doublebird-Ranch nennen aufgrund dieses Fotos mit dem Falken, der den kleinen Vogel auf dem Rücken mit sich trägt.

Wunderschön wäre zu diesem Traum, noch zwei für uns reitbare Pferde halten zu können ... ich muss aufhören, darüber zu weinen, dass das nie mehr Nixe und Reno sein werden, auch wenn ich mir nichts mehr als das wünschen würde, aber ich glaube einfach nicht mehr daran, dass Nixe und Reno nochmal zu mir zurück kommen. Ich muss einfach hoffen, dass meine Tochter immer gut für sie sorgen wird.

Deshalb habe ich mir überlegt, was das für Pferde sein könnten, die so gut zu uns passen, dass wir beide darauf reiten könnten. Bei mir habe ich an einen kleinen dicken sturen lieben Schecken gedacht und ich würde ihn gerne Newwing nennen. Bei Jürgen schwebt mir ein schwarzer Friesenmix vor, denn die mag er ja so und den würde ich gern Shadowwing nennen wollen.

Ich habe noch ein paar Probleme, einfach loszufliegen, stur nach vorn und die Vergangenheit einfach hinter mir zu lassen .. und deshalb nenne ich diese Geschichte hier Frozen Wings, denn meine Flügel, mit denen ich davon fliegen möchte, sind noch etwas steif und klamm.

Die Idee war da, ich zog mich an und ging rüber zu meiner Mutter ins Zimmer, ließ Jürgen noch eine Stunde schlafen, holte meine neue Digicam und machte ein Foto von dem Schnee durch das Zimmerfenster meiner Mutter, ließ sie auch eins von mir machen und knipste sie mit ihrer Katze vor dem Fenster zur weißen Winterwelt.

Ich begann, die neue Seite mit dieser schönen Idee zu gestalten, machte dann Jürgen Frühstück, weckte ihn .. er hatte gute Laune und war zu Scherzen aufgelegt ... es erinnerte mich an den ersten Tag, als ich ihn nach einer Weile der virtuellen Bekanntschaft life traf ... wenn mein Igeli lächelt, geht die Sonne auf. Das war auch damals so. Ich hatte große Angst, mich mit dem fremden Mann zu treffen, aber dieses offene, freundliche Lächeln ließ diese Ängste schnell verschwinden.

Danach gingen wir mit unseren Hunden im Schnee spazieren und hatten einen recht entspannten Tag. Meine Nachbarin Regina kam noch kurz vorbei und sogar mit dem jungen Mann, der neuerdings mit Tina oft spazieren geht, haben Jürgen und ich heute mal sehr vernünftig wegen der Hunde plaudern können und ich glaube, er hat verstanden, worum es geht.

Ich habe heute noch nicht geweint und hoffe, ich werde es auch nicht tun, wenn ich gleich schlafen gehe, obwohl ich immer, wenn ich meine Geschichten schreibe, auch an unsere anderen Pferde, an meine Kinder und Enkelkinder denken muss. Ich muss lernen, damit zu leben, dass sie nicht mehr da sind .. es geht ihnen ja dort, wo sie sind, sicher gut und sollte es nicht so sein, wissen sie genau, dass meine Tür immer offen ist, wenn jemand hinein kommen möchte.

Bis zum nächstenmal mit dem nächsten Kapitel.

Kapitel 2: Damals hat er auch gelächelt

Heute ist grad der 9. Januar 2009 angefangen ... ist nach Mitternacht, wie ich gerade auf der Uhr sehe. Jürgen ist noch auf Nachtschicht .. mal schauen, ob er bis morgens um 6 arbeiten muss oder vielleicht früher Schluß machen kann wie schon in den letzten Nächten.

Ab heute bin ich übrigens rechtskräftig geschieden .. habe rumtelefoniert, weil ich den Rechtskraftvermerk wegen meiner Scheidung ja erst bekommen werde ... das mit der Krankenversicherung läuft in der Schwebe, wird dann im Nachhinein versichert .. aber ich bin abgesichert ... und der Experte beim Amt hat mir erklärt, wie ich mir dann wegen der Namensänderung zurück in meinen Mädchennamen eine Eheurkunde mit Auflösungsvermerk ausstellen lassen muss usw. Kostet nur 30 Euro .. die werde ich mir gönnen, das ist erschwinglich und ich werde mich mit meinem alten Namen sicher besser fühlen.

Ich bin dabei, meine alte Homepage, wo ich ja einige bittere Wahrheiten rein geschrieben hatte, von vornherein mit der Absicht, die höchstens ein paar Wochen stehen zu lassen, jetzt Seite für Seite aufzulösen .. kopiere mir die Texte und Fotos in eine Datei ... man kann ja nie wissen ... und schreibe paar kleine Spitzen auf die Seite, bevor ich sie irgendwann neu gestalten werde .. wie dass es ein Unterschied ist, von Familie oder Verwandtschaft zu reden und dergleichen ... das ist ja auch so. Familie ist, wer auch wirklich für einen da ist, wer einen liebt ... der Rest ist Verwandtschaft ... gut dass ich früher nicht geahnt habe, wer in meinen Augen heute nur noch Verwandtschaft ist, damals war es besser, es war für mich meine Familie, sonst hätte ich sie sicherlich nicht mit so viel Engagement alle umsorgen können.

Es ist sonnig in Schleswig-Holstein, es liegt sogar etwas Schnee und ist hundekalt ... das kommt hier wirklich selten vor. Die Temperaturen gingen in einigen Ecken bis zu minus 22 Grad runter ... bei uns im Pferdestall waren zum Teil die Wasserleitungen kapputt gefroren, aber war gestern Abend alles wieder heil.

Die Sonne strahlt .. irgendwie ist das gut für die Laune .. ich habe heute sogar mit dem Typen geplaudert, der immer mit Tina rausgeht .. vielleicht kriege ich es hin, dass unsere Hunde so auf die sichere Seite kommen, solange wir noch in diesem Sozialblock leben.

Jürgen hat beantragt, ob er seinen Resturlaub nehmen kann, aber sein Sachbearbeiter antwortet nicht .. er ist etwas grillig auf den Typ, kann ich gut verstehen. Es würde gut passen, da wo er Einsatz hat, ist momentan nicht viel zu tun.

Heute Nacht ist es ruhig hier im Haus. Vorgestern hat hier einer randaliert, aber es war nicht festzustellen, wem er zu Dach wollte, hat die halbe Nacht im Treppenhaus rumgebrüllt und immer irgendwo gegen ne Tür getrommelt.

Ich fragte heute früh eine der Frauen hier im Haus. Die sagte, neulich als hier eine Frau lauthals um Hilfe schrie, hat sie die Polizei gerufen, aber die sind nicht gekommen. Ich hatte das die Nacht nicht gehört, muss wohl sehr fest geschlafen haben .. Regina, meine neue Nachbarin hat das nämlich auch erzählt.

Ja ja, die Polizei, Dein Freund und Helfer ... was sollen die hier im Ghetto. Die denken sicher, sollen wir uns hier doch alle gegenseitig die Köppe einhauen.

Gestern nachmittag waren wir zuerst mit den Hundis auf einer Wiese im Schnee spielen, dann noch bei den Pferden im Stall.

Meine Fotos von Weihnachten ... was sehen wir da alle miesepeterig aus ... aber jetzt lacht mein Jürgen wieder ... genau wie damals, als ich ihn nach einer Weile der Schreiberei im Internet zum erstenmal traf und ich dachte, der ist so lustig, das ist schön, das gab  mir so viel Auftrieb ... obwohl Jürgen nicht immer so fröhlich ist, der hat auch viel mitgemacht, vielleicht mehr als ich sogar.

Na ja, zum Schluß von diesem Kapitel zeige ich Euch mal paar Fotos von uns zwei mit den Hunden und Pferden und dann sag ich Euch einfach Gute Nacht.

Also ich freu mich heute, dass der Jürgen wieder zu Scherzen aufgelegt ist und hoffe, das bleibt auch so .. das steckt an und so komme ich selbst sicher auch wieder hoch .... die ideale Ranch für ARGE-Empfänger war zwar noch nicht in der Zeitung ... aber man soll nie nie sagen.

Schlaft schön, ich gehe jetzt zu Bett.


Kapitel 3: Vergangenheit und Gegenwart

Es ist nach Mitternacht, also inzwischen der 12. Januar 2009.

Ich habe gerade eine Weile an der Seite über unsere Liebesgeschichte geschrieben und bin in einer sehr positiven Stimmung, wenn ich an die ersten Wochen unseres Kennenlernens zurück denke ... es fing so gut an mit uns .... dann hatte ich mal einen merkwürdigen Traum von einer Talfahrt mit einem Cyberfahrzeug auf einer Feuerspur, das plötzlich stehenblieb und ich vergeblich versuchte, Hilfe herbei zu telefonieren und alle meine Kinder nicht erreichen konnte und als ich Jürgens Handy anrufen wollte, wachte ich entsetzt auf und weiß nicht, ob ich ihn in meinem Traum erreicht hätte. Als ich ihm das damals erzählte, sagte er, aber er wäre doch da und würde mich lieben.

Ja das stimmt, er ist immer noch hier, obwohl so viele schlimme Dinge passiert sind, nachdem unsere Liebe anfangs in so einem schönen Höhenflug begann.

Der Sonntag heute war sehr schön, auch gestern der Samstag schon ... wir haben lange geschlafen, gemütlich gefrühstückt, ein paar schöne Stunden mit unseren Pferden und Hunden verbracht, selbst Oma war guter Stimmung oder unsere hat sie angesteckt ... im Fernsehen lief Crocodile Dundee, recht entspannend und gut für unsere doch leicht strapazierten Nerven bei dem Stress, den wir schon noch haben ... ich kriegte eine mail, mich in einem psychologischen Institut nach einer mail-Bewerbung bitte nochmal schriftlich zu bewerben .. hört sich irgendwie gut an und wäre gar nicht völlig absurd, dass ich da Chancen hätte, weil sie Anti-Raucher-Training und Ernährungstraining machen und ich davon ja wirklich was verstehe. Gegen Abend habe ich chinesisch gekocht, war lecker ... und Oma einen Harry Potter-Film angeschaltet, etwas unangenehme Korrespondenz wegen meiner alten Homepage erledigt und so denke ich, gut argumentiert, über stayfriends noch zwei weitere alte Schulfreunde wieder gefunden, die ich ewig nicht gesehen habe und mit denen ich mich damals super verstanden habe und einer Frau eine tröstende mail geschickt, die ich aus dem Zeit online Portal kenne und die mich privat um Hilfe bat, wo ich mich morgen einmal näher mit befassen werde.

In mein Forum habe ich ein paar aktuelle Fotos von heute eingestellt, hier eine Weile meine neue Homepage weitergebaut, während Jürgen sein Video-Spiel spielt und höre hier jetzt einfach mal damit auf, Euch ein paar dieser Fotos zu zeigen.

Johnny, er gehört nicht mir, aber ich mag dieses freche Tier.

Da man auf dem hart gefrorenen Boden des Reitplatzes heute wirklich nichts mit den Pferden machen konnte, ging es nach dem Striegeln und Füttern also mit den Hunden auf eine große Wiese in Boksee.

So etwas wäre schon ideal ... dazu eine Wohnung in der Nähe, ein kleiner Schuppen für die Lagerung von Heu und dergleichen und wir könnten bereits beginnen, unseren Traum von der Doublewing-Ranch in die Realität umzusetzen.

Wir spielen oft mit unseren Hunden auf dieser Wiese, schon seit Monaten, aber ich habe keine Ahnung, wem sie gehört und weiß nur, jemand macht Heulage von dem Gras, das dort wächst.

Die Wintersonne schien heute glasklar über diesem schönen Fleckchen Erde ... die Reitgegend dort ist übrigens ideal.

Auf mein Fensterbrett neben meinen Schreibtisch habe ich mir einen kleinen Glücksbringer für dieses Jahr und einen Frühlingsboten gestellt .. wer weiß ....

Heute mache ich Feierabend ... muss jetzt schlafen, morgen früh eine nette Bewerbung schreiben .. und erzähle hier bald weiter.

Kapitel 4: Die Saat muss erst aufgehen, und ich habe genug Zeit

Heute ist der 17. Januar 2009.

Eben habe ich eine neue Bekannte getröstet, die mir eine traurige e-mail geschickt hat, ihr Mut gemacht. Ich habe sie zufällig kennengelernt, weil man ihr im Dezember ihre Enkelin weg genommen hat und über sie noch mehr Leute, die ähnliche Erlebnisse hatten.

Gestern habe ich einen alten Schulfreund wieder gefunden, der seine beiden Söhne seit 15 Jahre nicht mehr gesehen hat, die nach seiner Scheidung sogar bei ihm lebten, ihn aber verlassen haben, als er sich dann irgendwann neu verliebt hat.

Es gibt so viel Leid, das es nicht geben würde, wenn die Menschen bereit wären, die, die sie lieben, einfach zu teilen.

In meinem Fall denke ich, jemand hat etwas gesät ... irgendwo in der Bibel steht, dass man das Unkraut erst ausreißen kann, wenn die Saat, die welches enthält, auch aufgegangen ist. Dieser Bibeltext hat etwas mit einem Namen zu tun, den ein Kind bekommen hat, das mir sehr nahe steht. Und ich hatte mal einen seltsamen Traum, der mit diesem Kind und seiner Mutter zu tun hatte, lange bevor diese Mutter überhaupt das Licht der Welt erblickte.

Ich habe noch selten grundlos etwas geträumt und manche Träume wollen mir etwas sagen. Dieser wollte es ganz sicher.

In einer Woche hat Jürgen erstmal Urlaub. Das ist schön. Wir hatten seit April keinen Urlaub mehr und den Urlaub haben wir damals nicht genießen können, denn wir waren ja gerade umgezogen, haben damals ja umziehen müssen.

Jürgen spielt erstmal wieder und meine Mama schaut noch ein bißchen fern. Wir haben grad ein neues Gericht verspeist, das ich mir ausgedacht habe, mit Fisch und einer fruchtigen China-Soße und einer Beilage aus gekochtem Weizen mit China-Gemüse darin.

Davor waren wir bei den Pferden und werden morgen wieder hinfahren in der Hoffnung, dass es nicht regnet oder friert und der Reitplatz frei ist, damit wir mit ihnen üben können.

Und mit den Hunden werden wir morgen sicher auch wieder lange laufen.

Wenn JürgenUrlaub hat, wollen wir mal über Land fahren und uns etwas umschauen. Damals Depenau haben wir ganz zufällig entdeckt, nicht über eine Zeitung, sondern bei einer Spazierfahrt. Es wäre sehr schön, wieder ein kleines Haus auf dem Land zu finden mit einem kleinen Stall, etwas Weideland, einem Garten und nicht so teuer.

Heute feiern einige Leute, die ich gut kenne, sicher alle zusammen einen bestimmten Geburtstag. Sollen sie.

Jürgen hat auch bald Geburtstag. Ich werde ihm einen kleinen LKW schenken. Er soll ihn sich selbst aussuchen, ist besser. Er fand vorhin etwas, wo man den Hänger selbst beschriften kann und meinte, wir könnten da ja Doublebird-Ranch raufschreiben und uns etwas als Symbol dafür ausdenken. Er beginnt auch daran zu glauben, dass wir bald unseren kleinen Resthof finden, so einen in der Art wie Depenau einer war, ein kleines neues Paradies.

Vorgestern nacht habe ich mir um meine Mama Sorgen gemacht. Sie rief um Hilfe, mitten in der Nacht. Sie saß auf dem Bett und rang nach Luft. Ich hatte abends einen Eintopf gekocht und sowas ist ja immer salzig. Vielleicht hatte sie wieder viel zu wenig getrunken, denn Jürgen und ich hatten beide recht viel Durst nach diesem Gericht, aber meine Mama hat ja oft kein Durstgefühl mehr. Die Heizung hatte sie auf 5 gestellt und wohl, nachdem sie im Bad gewesen war, auch noch die Zimmertür zu gemacht. Man konnte die Luft in ihrem Zimmer wirklich fast schneiden, als ich rein kam. Ich habe das Fenster aufgemacht, die Heizung abgestellt und sie erstmal tief Luft holen lassen. Dann habe ich ihr eine Flasche Schorle geholt und sie die ganz austrinken lassen. Danach ging es ihr allmählich besser. Ich bin dann in der Nacht noch ein paarmal leise in ihrem Zimmer gewesen. Sie war wieder ruhig eingeschlafen und es ist wieder alles okay. Ich hoffe, meine Mama kann es noch erleben, mit ihrer Katze auf dem kleinen Resthof mit einziehen zu können, wo Blanka wieder Mäuse fangen kann.

Die Hunde werden es sicher auch genießen, einen Garten zum Toben zu haben.

Na ja, ich mache hier erstmal wieder Pause und schreibe demnächst weiter .. erzähle Euch erstmal noch mehr aus meinem Leben mit unseren Pferden von früher.

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