Jürgen und ich halten im Moment zwei Pferde, die ich Euch hier gern einmal vorstellen möchte.
Das weiße Pony auf dem folgenden Foto gehört schon sehr lange in meine Familie, ich habe es am 2.1.1994 als zweites unserer Familienpferde gekauft.
Chiwa kam am 16.5.1993 auf die Welt und ist ein Deutsches Reitpony. Ihr voller Name ist Smartie White Chiwa, aber wir nennen sie kurz Chiwa.
Ihre Eltern sind Caroline und Valesco vom Buschhof, der ein Sohn des sehr berühmten Valentino ist.

Als Chiwa damals als Fohlen bei uns ankam, war sie pechschwarz und sehr klein.

Ich werde Euch auf der Seite, auf der ich Euch dann alle Pferde vorstelle, die zum Teil bei mir hinterm Haus standen, auf denen ich auch selbst geritten bin oder die auch nur irgendwie zu meiner Familie gehörten und noch immer gehören, nachher mal zeigen, wie unsere Chiwa vom pechschwarzen Fohlen über alle möglichen Grautöne dann irgendwann schneeweiß wurde.
Chiwa blieb bei mir, weil ich dagegen war, dass mein Schwiegersohn sie vor etlichen Jahren in einen anderen Stall zu dem Pony seines Bruders stellen wollte. Es gab deshalb Streit, er kaufte für meine Tochter dann einen Haflinger und den hat sie genau wie ich das wegen Chiwa auch befürchtet habe schon sehr schnell wieder verkaufen müssen, weil kein Geld für seinen Unterhalt übrig war.
Ich habe mal 20 kg abgenommen, weil ich vor hatte, Chiwa selbst zu reiten, als sie dann auf diese Weise nicht mehr Familienpferd, sondern nur noch meins war, aber das hat nicht sollen sein. Ein schwerer Unfall in einem Pensionsstall verhinderte das. Sie hatte diverse Bänder- und Sehnenrisse, man konnte zum Teil bis auf den blanken Knochen sehen und ich bin froh, dass Chiwa das überlebt hat. Später sagte mir der Tierarzt, damit hätte er nie gerechnet.
Chiwa hat nicht nur dass überlebt, sondern auch leider mehrere Hufrehe-Schübe. Wegen der Sorge um sie habe ich vor vielen Jahren begonnen, ein Forum über die Pferdekrankheit zu gründen und betreibe es heute noch. Es geht Chiwa inzwischen mit der entsprechenden Diät recht gut. Einen Link zu meinem Forum findet Ihr in der Navigation, solltet Ihr auch Probleme mit der Pferdekrankheit Hufrehe haben. Mein kleines Stammteam ist sehr hilfsbereit und erfahren.
Unser zweites Pferd heißt Prima oder genau genommen L-Primavera.
Prima ist eine Holsteiner-Stute und war früher einmal Zuchtstute. Geboren wurde sie am 22.6.1996.
Ihre Mutter war Hannoveranerin und über einige Ecken ist Prima über sie mit dem legendären Donnerhall verwandt (Pik-Ass befindet sich in ihrer und seiner Blutslinie). Sie heißt L-Pinta. Ihr Vater ist Liostro und ein Sohn von Ladykiller, der auch sehr berühmt ist und Bruder von Landgraf. Liostro lebt, soweit ich ermitteln konnte, heute als Deckhengst in Californien.

Im Oktober 2004 kam Prima deshalb zu uns, weil wir dachten, Chiwa würde uns an einer Welle von Hufgeschwüren, die sie als Folge falscher Hufbearbeitung nach einem ihrer Hufreheschübe hatte, sterben.
Damals stand noch unser Knabstrupper Reno bei mir in Nettelsee (ich erzähle Euch die Pferdegeschichte um alle unsere Pferde auf meiner anderen Pferdeseite noch genauer), den ich ja dort nicht ganz alleine in meinem Auenwald nur mit einem Offenstall lassen konnte.
Hufrehe zu behandeln ist sehr teuer, ich hatte nicht viel Geld, noch Schulden bei der Tierärztin und mußte natürlich schon wieder eine neue Rechnung machen, suchte deshalb für Reno ein nicht reitbares Beistellpferd zur Gesellschaft.
Als ich seine Züchterin anrief, die uns auch schon unser 1. Pferd Nixe verkauft hat, war ich sehr erstaunt, dass sie mir ausgerechnet eine Hochklasse-Holsteiner-Stute anbot. Sie sagte am Telefon, Prima sei ein bißchen sensibel ... na ja Prima war eher vollkommen durchgeknallt, als sie bei mir ankam und ein Jahr später, als ihre Züchterin mich mal besucht hat, hat sie mir ehrlich erzählt, dass ihr Mann Prima schlachten lassen wollte, der Schlachter war schon ausgesucht, als mein Telefonat kam. Ich habe Prima sozusagen damit unbewußt das Leben gerettet und auch später mit meiner Sturheit, sie zu behalten, obwohl ich sie in den ersten 8 Wochen nichtmal schaffte, auch nur aufzuhalftern. Irgendwann glückte mir das ... mehr erzähle ich Euch auch in meiner ganzen Pferdegeschichte .. na ja und da aufgrund familiärer Streitereien, die wirklich nicht schön waren und in meinen Augen mit meiner Scheidung zusammenhängen und sicher zu großen Teilen mit sehr viel Geschick von der neuen Partnerin meines Ex-Mannes zunächst über ihn und dann von ihm über die Partner und Partnerinnen meiner 4 Kinder inszeniert wurden und auch immer noch werden .. einfach um mir weh zu tun und alles zu zerstören, was ich liebe und mal geliebt habe ... landeten dann Chiwa und Prima, die vorher bei einer meiner Töchter mit der ganzen Familienherde auf deren Reiterhof lebten, bei Jürgen und mir allein.
Beide sind nicht reitbar und für eine Reitschule untauglich, wir beide durften nicht dort bleiben und diese beiden Pferde überließ man uns dann "großmütig" als unsere.
Gott sei Dank ist mein Freund Jürgen ein absoluter Pferdefreak und er war schon am ersten Tag, als er sie sah, besonders in die wilde Prima total vernarrt.
Das sind die zwei ein paar Tage, nachdem Prima also dann offiziell Jürgens Pferd war oder Chiwa und Prima uns beiden gehören, wie immer man das sehen mag. Jürgen sucht vorsichtig den ersten Kontakt zu ihr.

Prima und Chiwa gehören seit nunmehr ungefähr Oktober 2007 direkt zu Jürgen und mir. Ich möchte Euch abschließend hier auf dieser Seite meiner Homepage noch ein paar Fotos über die Stationen ihres Lebens danach zeigen.
Da wir nicht wußten wohin, lebten die zwei zunächst ein paar Wochen in der Gärtnerei Braatz in Klausdorf. Ich hatte dort eine Weile einen Nebenjob als Gärtnerin angenommen und mein Chef war so nett, uns ein bißchen Weideland zu verpachten. Das ging natürlich nicht lange, weil es zu wenig Fläche für zwei Pferde war.
In dieser Zeit hat Jürgen auch mal versucht, auf Primas Rücken zu klettern .. ohne Sattel .. es dauerte nur wenige Sekunden, bis sie ihn runterbuckelte und ich ihn ins Krankhaus fahren mußte. Die Verletzungen hielten sich in Grenzen. Er will es irgendwann nochmal versuchen, man muss sehen, ob das was wird.
Hier ein paar Fotos von unseren Pferden auf dem Gelände der Gärtnerei.


Wir hatten kaum Geld .. weder für uns, noch für die Pferde, die vorher ja viel günstiger bei meiner Tochter hatten leben können .. die Familienintrigen hatten uns mehr als übel mitgespielt .. der Stall, wo wir für die beiden für den bevorstehenden Winter einen Platz suchen mußten, durfte nicht teuer sein und wir brauchten ihn bald, es war November und das kleine Stück Weideland nur noch eine Schlammwüste.
In dem Pensionsstall, wo Chiwa damals ihren Unfall hatte, habe ich früher nie den Stallbetreiber für die Mißstände direkt verantwortlich gemacht gehabt. Das Ehepaar wirkte immer sehr nett, die Kinder auch. Wir gingen dort damals nichtmal wegen des Unfalls weg, obwohl ich dachte, dass sich Chiwa diese schrecklichen Verletzungen an einem Maschendrahtzaun zugezogen haben wird, der um einen Handysendemast rum war, was mich schon vorher immer gestört hatte, aber meine kleine Tochter hatte gemeint, Mama bitte such nicht wieder Streit, wir sind schon so oft umgezogen ... genau genommen suchte ich nie Streit, aber Mißstände, die lebensgefährlich sind, sollte man ansprechen und wenn es dann Streit gibt, ist das halt so ... wir taten es damals nicht und es hieß dann, es sei nicht auf der Weide passiert, sondern im Auslauf vor dem Offenstall .. ich glaube das bis heute nicht, aber damals dachte ich, die Leute haben auch kein Geld und vermutlich auch keine Versicherung, sonst hätten sie ja was gesagt.
Weg gingen wir im Frühling danach, weil die Pferde nicht auf die Weide kamen, nur noch Stroh, und davon zu wenig zu fressen kriegten und ich mir dachte, der gutmütige Bauer hat schlicht zu viele Pferde aufgenommen.
Ich habe heute meine Meinung revidiert. Die Mißstände dort haben schon Methode und preisgünstig und billig sollte man nicht verwechseln.
Ich vermeide es mal, einen Namen zu nennen, ist ja öffentlich hier. Der Stall war in Klein-Barkau in der Nähe von Boksee und der B 404 und wir gingen zum zweitemmal dort fragen, wurden auch aufgenommen, allerdings in Boxenhaltung für beide Pferde, da der Offenstall bereits belegt war.
Die Zäune gefielen uns besser, es war inzwischen überall E-Zaun und die Bäuerin hatte ein Pony, das auch mal Hufrehe gehabt hatte und sprach davon, dass Chiwa und ihre Merlin im Sommer zusammen laufen könnten.
Wir hofften, die Pferde würden den Winter in Tiefstreu überstehen, was anfangs auch so aussah. Tiefstreu scheint eine Weile zu brauchen, bis es Strahlfäule gibt, denn die ersten Monate dort verliefen für unsere Pferde lahmfrei.
Gefüttert wurde mit Heulage und Stroh, aber zunächst portioniert. Das gefiel mir nicht wirklich, da ich von Heulage nicht viel halte, wenn man ein Rehepferd hat, aber Chiwa passierte auch erstmal nichts.
Ich bemerkte nach einer Weile, dass die Leute wohl aus Bequemlichkeit meinen Pferden immer zusätzlich etwas Müsli in die Heulage legten, gefiel mir auch nicht wirklich, weil man bei Hufrehe mit sowas aufpassen muss, aber auch das steckte Chiwa weg und Prima schadet sowas ja nicht. Aber eigentlich füttere ich meine Pferde auch in Pension mit Müsli, Hafer, Obst und Gemüse lieber allein.
Ich zeige Euch erstmal wieder einige Fotos aus dieser Phase, als unsere Pferde von Ende November 2007 bis Ende Mai 2008 in Klein Barkau waren.



Das waren Fotos aus November 07.

Dezember 07 ... Prima beginnt, Jürgen wie ein Hund ohne Führstrick nachzulaufen.


Ich glaube, dass im Winter 2007/2008 der Reitplatz oft überschwemmt war, war ein schöner Ausgleich für die Hufe unserer nachts in Tiefstreu stehenden Pferde, so wurden sie immer etwas sauber gewaschen, wenn wir mit ihnen dort arbeiteten.


Immer noch Dezember .. in der Herde auf der Weide mit einigen der vielen Pferde dort.
Ein Nachteil in eigentlich jedem Pensionsstall, den ich bisher kennenlernte außer dem eigenen meiner Tochter, die nicht viele Pensionspferde bei sich stehen hat, sondern überwiegend Schulpferde, so dass die Herde weitgehend konstant bleibt, ist der laufende Wechsel. Das ist, und wenn es noch so nett sein mag, auch ein Grund, warum ich mir so sehr wünsche, wieder eigene Pferde hinterm Haus halten zu können, die eine glückliche und konstante Herdengemeinschaft bilden können und nicht dauernd Stress durch Zugänge und Abgänge, willkürliches Zusammenstellen und so weiter haben.










Chiwa war lange fit wie ein Turnschuh .. konnte wie Ihr seht sogar springen .. und die Monate Dezember 07 sowie Januar und Februar 08 verliefen eigentlich super und ich dachte schon, so schädlich scheint diese Tiefstreu vielleicht doch nicht zu sein .. ich hab mich geirrt, dazu später.
Ganz toll war, dass es uns nach und nach gelang, auch mit der scheuen Prima und ja mir gegenüber vormals immer eher zickigen Chiwa, mit der ich, wenn Jürgen seine Prima führte, ja komplett auf mich gestellt war, von kurzen bis hin zu später richtig langen Spaziergängen überzugehen, etwas wo ich früher nur von geträumt habe.
Es ist toll, wenn man einen Mann gefunden hat, der dasselbe Hobby hat und ich bin trotz allem, was mir in den letzten Jahren an Unglück widerfuhr, sehr glücklich, dass er da ist.



Dass Jürgen unserer Prima selbst die Hufe auszukratzen schaffte und es jetzt auch mit unserem neuen Schmied halbwegs klappt .. das ist schon fast ein kleines Wunder bei einem Pferd, das ich bei seiner Ankunft 2004 kaum anfassen konnte.


Da ich mal früher das Problem hatte, ohne Schmied vollkommen hilflos zu sein, habe auch ich es geschafft, Chiwa inzwischen problemlos an den Hufen rumfummeln zu können, auch wenn mich das eine ziemliche Überwindung meiner Angst und enorme Durchsetzungsfähigkeit gegenüber meine Zicke gekostet hat. Auch wenn wir in Harald momentan einen guten Schmied haben, der auch immer kommt ... es ist ein gutes Gefühl, es auch mal alleine schaffen zu können, sollte er mal nicht mehr kommen.



Im März 08 allerdings kamen dann wieder wie schon früher bei unserer ersten Episode im selben Stall weitere Pferde dazu und die Bäuerin begann, Vollzeit zu arbeiten, weil sich der Reitbetrieb wohl nicht wirklich rechnete.
Die Pferde wurden dann nicht mehr nur abends im Stall alle mit Heulage gefüttert, sondern es wurde ein Heulageballen 24 Stunden zur freien Verfügung in eine Rundraufe gelegt .... schlicht zu viel an eiweiß- und histaminreichem Nahrungsmittel für ein Rehepony, auch wenn es zunächst noch so aussah, dass sie es verkraften würde, da es ja kalt war und die Heulage relativ schnell alle, weil viele Pferde davon fraßen.
Trotzdem bemerkten wir mit Sorge, dass Chiwa jetzt einen Rehe-Speckhals ansetzte ... etwas, das ich Euch hier noch später in meiner Hufrehe-Info genauer erklären werde oder aber, falls es für Euch wichtig sein sollte, geht bitte unter Links auf meine alte Homepage, dort gibt es eine alte Hufrehe-Info.
Der Mai 2005 im Stall in Klein Barkau war schon bald nicht mehr so nett, denn Chiwa begann, krank zu werden .. das leidige Gesuche, warum geht mein Pferd klamm ... aber nicht wirklich lahm wie ich es von Hufrehe her kenne, begann. Ich berichte mit weiteren Fotos ab Mai 05 und den Problemen, die wir dann bekamen und unserem Umzug in einen anderen Stall auf der Seite "Unsere Pferde Teil 2".