Auf der Suche nach der Doublebird-Ranch

Kapitel 5: Winterurlaub ist schön, aber sonst gibt es nichts Neues

Es ist zwei Uhr nachts, schon der 4. Februar 2009. Gestern hatte Jürgen seinen 50. Geburtstag. Er war etwas bedrückt so mit der neuen Zahl vor der 0, aber wir haben ihn alle getröstet und ihm gesagt, man ist so alt wie man sich fühlt.

Am Montag habe ich meinen Mädchennamen wieder angenommen. Ich habe es meinen Söhnen und ihren Frauen bzw. Freundinnen mitgeteilt und von den beiden Frauen sogar kurz Antwort und Grüße bekommen. Dem Kleinen soll es besser gehen. Es ist nur ein vager Hinweis, weil ich nicht genau weiß warum, aber ich kann es mir denken und freue mich darüber.

Unsere Hunde genießen den Urlaub und die langen Spaziergänge, die wir jetzt mit ihnen machen, hier ein paar Bilder davon.

An solchen Tagen erscheint uns die alte Chérie manchmal fast jung, wenn sie noch so spielt.

Als wir einen Arbeiter fragten, was für seltsame Meßgeräte im ganzen Kreis Plön rumliegen, bekamen wir die Auskunft, bei uns wird nach Erdöl gesucht .. nun ja.

So ist das wohl im Leben. Jeder sucht was anderes. In Schleswig-Holstein suchen sie nach Erdöl, unsere Hunde suchen gern Stöckchen, Jürgen und ich haben nach einer neuen Liebe gesucht und nun suchen wir nach einem kleinen Resthof, den wir Doublebird-Ranch nennen wollen.

Vor ein paar Tagen habe ich mich eine Weile mit Jürgens liebster WOW-Freundin unterhalten, die Streit mit ihrem Freund hatte .. na ja, sie haben sich wieder vertragen, aber dabei fiel mir auf, was für ein Glück ich mit Jürgen habe, der von Natur aus ausgesprochen tierlieb ist, Hunde und Pferde gern hat und nicht nur mir zuliebe so tut als ob.

Zuweilen könnte er vielleicht etwas weniger WOW zocken, aber es gibt Schlimmeres und ich selbst sitze ja auch gerne am PC, so paßt das schon.

Schaut mal, was für nette Fotos ich neulich von Jürgen und Boomer beim Schmusen gemacht habe.

Unser Ausflug nach Depenau verlief leider ergebnislos, denn alle Wohnungen sahen bewohnt aus, unsere ehemaligen Weiden ordentlich eingezäunt und nicht so, als ob da Pferde drauf laufen. Es hat sich da einiges verändert, nachdem das Gut verkauft wurde.

Na ja, das wäre ja auch zu schön um wahr zu sein gewesen, wenn wir in Depenau fündig geworden wären. Vielleicht wär das Jürgen auch zu einsam, dem vermutlich sowas wie Hannover-Laazen vorschwebt, wo das Landleben direkt am Rande einer Großstadt stattfindet, aber ich glaube, solche Ecken gibt es um Kiel rum dann doch nicht. Ein Bauernhof ganz nah an Kiel wäre sicher auch zu teuer von der Pacht.

Das Wetter ist hier momentan jeden Tag anders. Mal kalt, mal warm, sonnig oder bedeckt, Regen oder keiner. Nun ja. Aber wir konnten auch zwischendurch sogar was mit den Pferden tun und auch ab und an mal Oma mit in den Stall nehmen, denn etwas frische Luft tut ihr ja immer gut.

Früher auf Depenau war das natürlich alles anders, da konnte sie raus gehen, unsere Katzen sortieren, denn Katzen sortieren war immer Omas Leidenschaft, auch wenn die Katzen das sicher nicht mochten. Es war schon schön, alle Kinder um uns rum, sogar deren Partner zum Teil mit auf dem Hof, die Bastelhalle der Männer um die Ecke, den Pferdestall und Reitplatz hinterm Haus und eine Super-Reitgegend zu haben ... und Töchter, die bei mir waren, als ich das Reiten lernte.

Ich muss wohl lernen, das ist Vergangenheit und wird nie mehr so sein.

Wir haben die Tage mit den Pferden bisher sehr genossen und noch hat Jürgen fast eine ganze Urlaubswoche vor sich.

Meine Mama ist immerhin noch immer fit genug, freiwillig sogar die Treppen runterzulaufen statt den Umweg über den planen Weg zu nehmen.

Bei Chamonix sieht man doch sehr, dass sie über Ladykiller sehr nah mit Prima verwandt ist.

Unsere Chiwa konnte man an dem Tag vom auch weißen Pony Andy gut unterscheiden, weil sie mit Signe auf der Hauskoppel immer viel dreckiger wird als er vorn im Auslauf.

Der Schlamm dort ist wirklich schrecklich, wenn man ein weißes Pferd zu striegeln hat.

Jürgen hat es da gut, denn braun nimmt den Dreck ja nicht so an.

Das Laufen macht unseren zwei wilden Hummeln ja immer viel Spaß .. und sollte ich jemals nochmal in den Genuß eines Reitpferdes kommen, muss ich da doch sehr drauf achten, dass es erheblich gemütlicher im Wesen sein muss.

Auf seine Art hält uns der Sport mit den Hoppas aber auch ohne Reiten sicher fit.

Na ja, so schnell wie mein Spatzi kann ich dann doch nicht rennen, weil ich dazu einfach zu mollig bin.

Aber meine Mama war auch immer mollig und nun wird sie bald 89 und ist dafür immer noch relativ fit.

Morgen wollen wir auch wieder zu den Pferden.

Heute hab ich uns Eintrittskarten für die Abendshow der Nordpferd im April bestellt .. wird sicher schön, und dabei fiel ich darüber, dass eine Reitlehrerin aus Groß Barkau den Löwenanteil der Show dort bestreitet.

Jürgen meinte, ob sie jemand wäre, ihm vielleicht beizubringen, unsere eigene Prima zu reiten? Es wäre nicht weit weg von uns und sie schreibt auf ihrer Homepage, sie hätte auch Schulpferde für ängstliche Reiter.

Na ja, ich mache mal Schluß für heute und berichte hier irgendwann, wie es in unserem pferdigen und sonstigen Leben weiterging.

Bis dann. Renate

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